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Aus Stich & Faden wird...

Aus Stich & Faden wird Web & Wissen

Lange war es hier sehr ruhig. Heute sollst Du nun endlich den Grund dafür erfahren. Leben heißt Veränderung und damit heißt auch Bloggen Veränderung. Drei Jahre habe ich hier bei Stich & Faden über meine große Leidenschaft das Nähen und viele andere Themen gebloggt. Eine wundervolle Zeit, die ich Dir als Leser hier verdanke! Ich hab in der Zeit viel Zuspruch erfahren, viel ausprobiert, mich gefreut, mich geärgert, Kritik einstecken müssen und vieles mehr. All das hat mich verändert. Ich bin mit diesem Blog gewachsen und wie bei Kindern, die ratzfatz aus den Klamotten rauswachsen, hatte ich die letzten Monate das Gefühl, dass auch ich etwas aus diesem Blog herausgewachsen bin.

Die Frage wo ich hin will, was da noch kommt, hat mich sehr beschäftigt. Genauso wie die Dauerfrage, wie sich das mit den anderen Lebensbereichen vereinbaren läßt. Ich möchte gerne mein Bloggen intensiver und professioneller betreiben, aber ich möchte nicht diesen Blog hier professionalisieren. Daher habe ich die letzten Monate sehr intensiv an einem neuen Blog gebaut. 

Vielleicht hast Du ja mitbekommen, dass ich gerade in den Anfängen von Stich & Faden über technische Themen geblogt habe. In letzter Zeit fiel dieser Themenbereich ziemlich raus, weil die Kombination mit Nähen doch irgendwie komisch ist. Aber es hat mir gefehlt. Ich bin in vielen Facebookgruppen und anderen Netzwerken aktiv und habe da vor allem mit vielen Frauen aus dem Handmadebereich Kontakt. Ich habe festgestellt, dass gerade wenn es um die Themen Webtechnik, Suchmaschinen, Fotografie, Bildbearbeitung, Social Media, etc. geht, sehr viel Unsicherheit, aber gleichzeitig Neugierde besteht. Da ich in den letzten Jahren in all diesen Bereichen viel Wissen angehäuft habe und auch früher als Dozentin gearbeitet habe, möchte ich das nun kombinieren.

Lange Rede, kurzer Sinn: dieser Blog hier wird in Zukunft höchstens sporadisch weitergeführt. Wer noch an meinen Näheskapaden interessiert ist, dem empfehle ich meine Facebookseite oder Instagram. Hier werde ich weiterhin dem Nähen und DIY frönen. 

Dafür geht es an anderer Stelle weiter und zwar hier: Web & Wissen - Webwissen von Frau zu Frau. Tadaaaaa! Mein neuer Blog! Hier möchte ich genau für die genannten technischen Themen und in erster Linie für Frauen fundierte Informationen geben und Hilfestellungen leisten, denn ich glaube, dass die Investition in Wissen immer noch die besten Zinsen bringt — der Satz stammt nicht von mir, sondern von Benjamin Franklin. Es ist merkwürdig wieder bei 0 zu starten, denn schließlich hatte ich hier in guten Monaten fast 20.000 Leser. Aber vielleicht hast Du und all die anderen treuen Leser ja Lust einfach dort weiterzulesen? Ich würde mich auf jeden Fall freuen. Die Möglichkeiten mich dort „zu verfolgen“ sind zahlreich: Newsletter, RSS, Facebook, Twitter, Pinterest, Bloglovin — die Links dazu findest Du gesammelt oben im Blog. 

Puh, jetzt ist es also raus. Und ich sag noch einmal vielen, vielen Dank für die tolle Zeit hier!!! Ich hoffe Du liest an anderer Stelle weiter von mir.

Liebe Grüße!
Katharina

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Es war einmal ein Leserbrief oder die Frage was ein Blog kosten darf

Es war einmal, so fangen Märchen an. In diesem Fall könnte das Märchen „Aufruhr im Bloggerland“ heißen. Es war also einmal ein Blogleser, der fand die zunehmenden Werbebeiträge auf Blog A auf die Dauer nicht mehr schön und beschloss der Bloggerin seinen Unmut darüber in einer Mail mitzuteilen. Nicht einmal unverschämt, einfach sein Empfinden zum Ausdruck gebracht. Bloggerin A war geschockt und sprach mit Bloggerin B. Die war anscheinend ebenso entrüstet ob dieser Anmaßung, dass sie daraus einen Blogbeitrag machte mit dem Titel „Was ein Blog so alles kostet“ - das sollte der Leser nämlich mal wissen, befand sie.

Detailliert listet sie also Kosten in Form von Arbeitszeit, Equipment, Fahrtkosten, etc. auf und kam damit auf die Summe von 1.400 Euro. Ein Aufschrei geht nun durch die Bloglandschaft. Die einen schreien „Ja, endlich sagt es einer, was unsere Arbeit wirklich wert ist“, die anderen schimpfen „Milchmädchenrechnung“. So geschieht es gerade mit dem Beitrag von Gourmet Guerilla.

Die Kalkulation an sich ist mir persönlich völlig schnuppe, aber an dem Beitrag und wie darüber in Kommentaren, anderen Blogbeiträgen oder Facebookgruppen diskutiert wird, kann man viel über das fragile Gleichgewicht eines Blogs lernen.

Die Mär vom Anspruchsdenken

Was dem Leser da auf ziemlich direkte Weise mitgeteilt wird, ist die Aussage „Schau her, dass geb ich alles für dich aus, sei gefälligst dankbar“ - so kommt das zumindest bei mir als Blogleser an. Denn so ein Blogleser hat ja angeblich ein Anspruchsdenken: alles muss kostenlos sein, im Internet im allgemeinen und in Blogs im speziellen. Ich halte das für eine Mär. Natürlich ist das Internet voll mit kostenlosen Inhalten, aber inzwischen auch gut gefüllt mit kostenpflichtigen. Gerade im Weiterbildungsbereich läuft das gut, zum Teil mit extremen Preisen. Ich glaube fest, dass in heutiger Zeit sehr viele Menschen bereit sind, für Online-Inhalte zu zahlen — vorausgesetzt sie haben einen Nutzen davon, den oft zitierten Mehrwert. 

Ich selbst nutze gerne Flattr oder einen Spendenbutton, wenn mir der Beitrag hilft. Ich kaufe auch gerne Anleitungen oder Ebooks. Mir persönlich ist es in drei Jahren bloggen nur einmal passiert, dass eine Leserin nicht damit einverstanden war, dass ich nicht kostenlos per Mail ihr Blogproblem für sie löse. Kommt vor, hat man ja auch im Leben 1.0 oft und finde ich nicht dramatisch.  Natürlich gab es mehr Anfragen, aber mit einer kurzen Erklärung warum wieso weshalb war jeder zufrieden. Im Gegenteil: es ergaben sich daraus auch Aufträge. Bei einem größeren Blog mögen das mehr sein, aber sind es wirklich so viel, dass dieses Anspruchsdenken untermauert wird?

Abgesehen davon, dass ich diese Erwartungshaltung nicht erkenne, stelle ich mir die Frage: wenn ich mich als Blogger im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte entscheide, mit meinem Blog kostenlose Inhalte ins Netz zu stellen, warum sollte ich mich dann beschweren, wenn das in Anspruch genommen wird? Ich stell ja auch nicht aussortierte Dinge (ich meine damit keinen Müll) an die Straße mit einem Zettel „zum Mitnehmen“ und beschwer mich hinterher, wenn alles weg ist. Ich kann auch einen Spendentopf hinstellen. Auch das wird funktionieren, denn nicht jeder Mensch ist nur auf seinen Vorteil bedacht. So funktioniert es bei Obst- und Blumenfeldern. Ob einem das genügt muss man selber wissen. Es ist also meine freie Entscheidung, was ich mit meinen Inhalten mache. Ich kann sie auch genauso gut verkaufen.

Nochdazu sind Blogger in der Regel auch Blogleser und konsumieren an anderer Stelle ebenso kostenlos. Mal abgesehen davon, dass das genau das Grundprinzip von Blogs war und ist: wenn man dieses Verhalten bei anderen kritisiert, muss man sich das ehrlicherweise auch selber vorwerfen. Soviel Selbstreflektion muss drinn sein.

Aber seien wir mal ehrlich: als Blogger tut man das nicht nur aus reiner Nächstenliebe. Die kostenlose Weitergabe von Wissen rechnet sich nämlich sehr wohl. Kerstin Hoffmann aka PR-Doktor hat dazu ein sehr lesenswertes Buch geschrieben mit eben diesem Titel: „Das Prinzip kostenlos“. Der Blogger erhält eine Menge als Gegenwert: Kommentare, Likes, Weiterverbreitung der Inhalte in sozialen Netzwerken. Also schlicht und einfach Aufmerksamkeit und wenn er seine Sache gut macht auch einen gewissen Expertenstatus und damit auch Ansehen und Anerkennung. Von all den Dingen profitiert der Blog und so kann die Spirale schön weiter nach oben gehen. So öffentlichkeitswirksam bilanzieren wie die Ausgabe läßt sich der Gegenwert nicht, aber ihn deswegen unter den Tisch fallen zu lassen ist nicht fair.

Auch wenn ich von meinen Lesern nicht direkt Geld als Gegenleistung empfange: als Blogger hat man seinen Lesern eine Menge zu verdanken. Sie verursachen nicht nur Kosten, sie bringen mir auch etwas ein und das nicht zu knapp. Sie sind nicht nur auf den eigenen Vorteil bedachte Konsumenten, sondern eher Groupies, die kräftig unterstützen und einen Blog tragen.

Was ich aber bei vielen Bloggern feststelle, so auch bei diesem Beitrag, ist ein Anspruchsdenken von Seiten der Blogger: mein Blog - meine Party, also halt du Leser mal den Ball schön flach und komm mir nicht mit Kritik. Da kommt man sich als Leser, der einen Blog ja mit zu dem gemacht hat was er ist, dezent formuliert vor den Kopf gestoßen vor.

Ein Blog ist eine Win-Win-Beziehung. Eine Beziehung läuft nicht einseitig, sondern mindestens zweiseitig. Ein Blog ohne Leser hätte nicht die Möglichkeiten, die Mel ja in ihrem Beitrag auch schildert: Dinge zu erleben, die ohne Blog eben nicht möglich wären. Im Gleichgewicht haben beide Seiten nur Vorteile. 

Economy oder Business Class?

Hat man sich erstmal ein Renommee aufgebaut, dann sind die Firmen nicht fern, die in Blogs natürlich einen perfekten Partner finden, um Kunden zu erreichen. Aus der zweiseitigen Beziehung wird eine dreiseitige Beziehung und wie das bei Dreiecksbeziehungen nunmal ist: Beziehungsstatus „Es ist kompliziert“. Hier muss der Blogger sich entscheiden: Economy oder Business Class. Soll heißen: mach ich das ganze als Hobby in trauter Zweisamkeitmit meinen Lesern oder stürze ich mich ins Abenteuer Dreiecksbeziehung und betreibe meinen Blog als Business? Ja, es gibt nur die zwei Wege und es geht auch nicht beides zusammen. Das ist Augenwischerei.

Mit dem Business kommt dann noch was Anderes ins Spiel: das Finanzamt. Und das Finanzamt interessiert es herzlich wenig, was man da genau treibt, sondern nur ob man damit Geld verdient oder nicht und wenn ja wieviel. Das kann ein simpler Affiliatelink sein oder eben das große Blogbusiness. 

Bleiben wir mal beim Hobbybloggen. Hobbys hat so ziemlich jeder. Hobbys kosten Geld. Der Markt für (über)teueres Küchen-, Sport- oder Fotogerät wächst. Viele Menschen sind bereit, enorm viel für ihr Hobby zu investieren, mehr als so mancher Profi es tut. Ganz ohne Kalkulation, einfach weil der eigene Lustgewinn das wieder aufwiegt. Und der Preis für diese Anschaffungen hat auch nicht zwangsläufig etwas damit zu tun wie gut ich in meinem Hobby bin. Ich tu das auch oft und gerne: kaufe teure, handgefärbte Wolle, hab eine sicherlich zu luxuriöse Kamera für mein Können oder Bedarf, etc. Jetzt kommt aber kein Tennisspieler, Hobbyfussballer oder eine Strickwütige wie ich auf die Idee, in aller Öffentlichkeit rumzujammern, was sie denn das Hobby alles kostet. Das Gegenüber würde nur verdattert den Kopf schütteln und sagen „Dann lass es doch bleiben.“ Wenn mir mein Blog zu teuer ist, dann lass ich es sein. Davon geht die Welt nicht unter, weder für mich noch für meine Leser. 

Argumentiert wird dann gerne, dass Blogs ja einen Mehrwert liefern, aber bitte: das tun viele Hobbys auch. Gerade im Ehrenamt ist der Mehrwert enorm. Das kann also nicht das Kriterium sein.

Bloggen kann ein wunderbares Hobby sein, aber wenn ich Geld damit verdiene, ist es ein Business und eben kein „refinanziertes Hobby“ — siehe Augenwischerei. Bloggen kann auch ein wunderbares Business sein. Mit etwas, was Spaß macht seinen Lebensunterhalt oder zumindest einen Teil davon zu bestreiten ist der Traum von vielen. Der Faktor Geld korreliert dabei weder mit dem Spass an der Sache noch mit der Leidenschaft, mit der ich sie ausführe.

Wenn also die Bloggerbusinessclass gewählt wird - und das hat Mel eindeutig - dann muss sie auch eine Kalkulation machen. Das muss jeder Selbstständige, insofern ist das überhaupt nichts Spektakuläres und Empörungswürdiges. Natürlich hat ein Businessblogger auch Ausgaben, die hat nunmal jeder Selbständige. Auch hier: völlig unspektakulär. Aber mein Installateur knallt sie mir bei der nächsten Heizungsreparatur nicht vor den Latz, auch nicht mein Friseur, mein Steuerberater oder der Metzger. Wenn sie es täten, wären sie mich als Kunden ganz schnell los. Warum muß das nun ein Blogger tun? Frust? Hybris? Ich hab keine Ahnung...

Wer A(Ausgabe) sagt muß auch E(innahme) sagen 

Ich war immer eine Niete in Wirtschaft, aber soviel weiß ich aus meinen zwei Semestern an der Uni noch: wenn eine Bilanz aufgestellt wird, dann gehört da auch die Einnahmeseite dazu. Diese wird aber schön verschwiegen, der letzte Monat war ja einnahmefrei und das geht ja auch bitteschön niemanden was an. Wenn aber im betreffenden Blog ein paar Tage zuvor von einem großen mehrtägigen Kochevent einer renommierten Topffirma auf einer ebenso renommierten Messe die Rede ist, dann müssen wir uns um die Februareinnahmen keine Sorgen machen. Ehrlich gesagt interessiert es mich persönlich auch nicht die Bohne. Wenn ich Kosten als Selbständiger habe, muß ich für genügend Einnahmen sorgen. Wenn ich gerne hochwertige Ausstattung verwende, müssen die Einnahmen dementsprechend höher sein. Wie diese generiert werden mag jeder selber entscheiden. Das wird auch Mel tun. Wenn E>A muß ich es versteuern, wenn A>E kann ich es absetzen, muss aber irgendwann damit rechnen, dass das Finanzamt mir sagt „Was sie da treiben ist eine Liebhaberei“. 

Was mir nur sauer aufstößt und ich an dem Artikel nennen wir es ungeschickt finde ist die Tatsache, dass durch das Auflisten der Kosten und dem bewussten Verschweigen der Einnahmen nach außen gerne das uneigennützige Hobbybloggen propagiert wird, obwohl es sich in Wirklichkeit um ein Business handelt. Minuspunkte bei der Authentizität des Bloggers.

Und die Moral von der Geschichte

Egal ob Hobby oder Business: Jammern über zu hohe Kosten ist meiner Meinung nach in beiden Fällen unangebracht. Jeder hat die Wahl: ob er mit seinem Blog Geld verdienen will oder nicht, und wenn ja auf welche Weise. Oder ob er einen Schlussstrich zieht. Einen Anspruch an seine Leser kann man sich durch eine einseitige Kalkulation nicht zurechtkonstruieren. Noch dazu mit einer Kalkulation, die mehr als fragwürdig ist. Die genannten Stundensätze auf Mindestlohnniveau sind bei weitem nicht die, um die es bei Blogger Relations geht. Da hebt so mancher Blogger noch nicht einmal das Handy zum Fotografieren für. Für ihre Bloggerkollegen kann sich Mels Ansetzen des Mindestlohns als Bärendienst herausstellen. Schließlich haben jetzt Firmen schwarz auf weiss da stehen, dass selbst berühmte, reichweitenstarke Blogger für 8,50 pro Stunde arbeiten. Viel Spass beim Verhandeln der nächsten Kooperation… Aber im Zweifelsfall kann man ja dann das Seminar „Professionett verhandeln” bei Frau Buml belegen - ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Blogger dürfen und sollen mit ihren Blogs Geld verdienen, wenn sie das wollen. Wenn sie das in Form von Werbung tun ist das völlig ok - vorausgesetzt dass diese rechtskonform gekennzeichnet wird. Gerade dieser Punkt wird aber von der Mehrheit der Blogger bewusst unter den Tisch gekehrt und damit gegen geltendes Recht verstoßen. Als Leser hab ich das Recht zweifelsfrei und eindeutig vor (!) dem Lesen zu erkennen, ob es sich um Werbung handelt oder nicht. Ich hör es schon: „Aber im Printbereich wird das doch auch nicht immer gemacht.“ „Na und?“, kann ich da nur sagen? Ist das eine Rechtfertigung für Rechtsbruch? Nein. Und meine feste Meinung ist: das bewusste Nichtkennzeichnen schadet der vielbeschworenen Authentizität eines Bloggers mehr als es ein Sponsored Post mehr tut. Und dieser Anspruch leitet sich nicht nur aus der Rechtslage in Deutschland ab, sondern in erster Linie daraus, dass der Leser eben durch seine Unterstützung beigetragen hat, dass der Blogger überhaupt auf diese Weise Geld verdienen kann. Es ist einfach nur fair.

Wenn Blogger das Recht haben, mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen, dann haben Leser im Umkehrschluss auch das Recht, dass nicht immer alles toll zu finden. Gerade dann, wenn Beiträge eben nicht gekennzeichnet sind und dann auch noch in Massen im Feed auftreten. So ist das nun mal in einer Dreiecksbeziehung. Ist nicht immer alles im Flow.

Nun hat mal ein Leser nicht stillschweigend das Blogabo gekündigt, sondern seine Meinung gesagt; genauso wie man das in Magazinen auch mal tut: in Form eines Leserbriefes. Wo einer den Mund aufmacht, werden sicherlich viele stillschweigend das Gleiche denken. Wie sollte man professionell darauf reagieren? Ignorieren, wenn es einem auf den einzelnen Leser nicht ankommt. Besser: mal hinterfragen, ob das Gleichgewicht im Blog noch passt und ob das nicht vielleicht auch ein wohlgemeinter Hinweis ist, mein Tun zu überdenken. Am besten: in Diskussion mit diesem Leser treten, am besten auch mit den anderen. Wie oft erlebt man in den sozialen Netzwerken einen Shitstorm, wenn eine Firma auf eine Kundenbeschwerde nicht adäquat professionell reagiert? In einem kommerziellen Blog ist der Blogger genau in dieser Position. Von daher wundern mich die hohen Wellen überhaupt nicht.

Und dann war da noch…

…das Argument, dass ich schon jetzt förmlich höre: „Die sind ja alle nur neidisch.“ Wer das nach der Lektüre meines Beitrags reflexartig denkt, dem empfehle ich den Artikel von Jutta Heinz, besonders den Satz: „Die berühmte Neiddebatte ist insofern gar keine Debatte. Sie ist ein klassisches Totschlagargument, das eine Diskussion nicht eröffnet, sondern kategorisch schließt, bevor es überhaupt zu einem Austausch von Argumenten kommt; sie ist ein rhetorischer Kampfbegriff übelster Sorte, der einen ganzen Rattenschwanz von Unterstellungen mit sich führt, die desto besser wirken, weil sie gar nicht laut gesagt werden müssen, sondern ihr Werk im Dunklen tun.“ Besser kann man es nicht sagen.

Und damit sage ich einmal aus vollster Überzeugung: Danke an meine Leser! Auch dafür, dass ihr trotz ziemlicher Stille hier so fleißig weiter vorbeischaut. Die Blogstille hat andere Gründe, aber dazu später mehr.

Liebe Grüße!
Katharina

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And the winners are...

Gewinner Verlosung Crystal Pen

Hier ganz fix die Gewinner meiner Verlosung: die drei Papier Pens gehen an Tina, Karen und Sophie, die drei Textil Pens an Yvonne, Susa und Birgit. Herzlichen Glückwunsch und viel Freude damit! Ich hätte gerne 23 verlost, damit jeder einen bekommt... vielen Dank an alle fürs Mitmachen!

Und damit euch allen ein wundervolles Adventswochenende! Ich hab bloß noch keinen Adventskranz - die Weihnachtszeit kommt doch jedes Jahr wieder so plötzlich... 

Liebe Grüße!
Katharina

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So bringt ihr eure Werke zum Glitzern - 3 Methoden für Straßsteine

Straßsteine anbringen mit dem Crystal pen von Knorr prandell

Ich geb ja zu: Glitzerblingbling nicht ganz so mein Ding. Ich mag es lieber schlicht, aber dezent und an der passenden Stelle kann mir so ein Straßmuster auch gefallen. Als Mutter von zwei Mädels kann ich mich auch noch gut an die Zeiten erinnern, als ein verlorener Straßstein auf dem Jeansrock mit der - jetzt darf ich es sagen - schrecklichen Katze zu Weltuntergangsszenarien führte. Zitat: „Mamaaaaa, K**** hat ihr Auge verloren!!!“.

Die Zeiten sind zum Glück vorbei, aber Straßsteine gehören trotzdem noch immer zur Ausstattung meines Handarbeitszimmers. Sogar in mehrfacher Ausführung: zum einen besitze ich einen Straßsteinapplikator und dazu einen Plotter, mit dem man auch Vorlagen für Straßsteinmuster erstellen kann. 

Nun hat mich die Firma KNORR prandell gefragt, ob ich ihren neuen Crystal Pen testen möchte — da habe ich mal spontan ja gesagt. Auch wenn ich nicht wirklich oft mit Straßsteinen arbeite, so hat mich interessiert, wie der funktioniert und ob die Anwendung wirklich so leicht ist, wie es auf den ersten Blick ausschaut. Interessant ist natürlich auch der Vergleich zu den anderen beiden Methoden. Daher schauen wir uns mal kurz die drei verschiedenen Wege zum Glitzer an und was positiv oder negativ auffällt. Und wer es selber gerne ausprobieren möchte: ich verlose insgesamt sechs Applikatoren!

Crytal Pen: Glitzer to go!

Der Crystal Pen* ist wirklich super einfach in der Handhabung: ein Streifen mit den Glitzersteinen wird in den Pen eingeschoben, dann einfach den Pen herunterdrücken und schon ist der Stein präzise an Ort und Stelle. Das ganze gibt es für Papier und Textil. Bei den Textilsteinen muß anschließend noch der Kleber durch Bügeln fixiert werden. Die Temperatur sollte mindestens bei 100 Grad liegen (empfindliche Materialien), besser aber bei 150 Grad. Anschließend halten die Steine nach Herstellerangaben Wäschen bis 90 Grad aus. So heiß habe ich die Wäsche nicht gewaschen, aber bei 40 Grad waren noch alle Steine dran.

Der Crystal Pen hat ganz klare Vorteile:

  • Die Anwendung ist wie gesagt sehr einfach und auch für Kinder ohne Aufsicht geeignet.
  • Der Anschaffungspreis ist niedrig. Der Crystal Pen kostet mit 21 Steinen ca. 14,95€.
  • Er ist für verschiedene Materialien geeignet und arbeitet präzise und schnell und das ohne große Vorbereitungen.
  • Im Gegensatz zu den anderen beiden Methoden kann hier auch mit Papier gearbeitet werden.

Eigentlich das perfekte Gerät, gerade für Eltern, aber es gibt auch zwei entscheidende Nachteile:

  • Beim Nachfüllmaterial* ist man logischerweise an den Hersteller gebunden und ist damit bezüglich Größe (bisher ausschließlich 2,8mm) und Farbe (7 Farben im Sortiment) festgelegt.
  • Ein wirklich entscheidender Nachteil ist der Preis für das Nachfüllmaterial. Ein Streifen mit 42 Steinen kostet 6,95€, d.h. 1,65€ pro 10 Stück.

Straßsteine aufbringen mit dem Crystal pen von Knorr prandell

Applikator: Vorsicht heiß!

Ein Straßsteinapplikator ist ein Gerät mit aufheizbarer Spitze. Die Steine werden auf den Stoff platziert (ggf. mit Pinzette) und dann der Applikator auf den Stein gedrückt. Die Hitze fixiert den Kleber, so daß eine Bügelfixierung entfällt. Ein Stein muß etwa 10 bis 15 Sekunden fixiert werden, bei größeren Steinen eventuell auch länger. Nach der Fixierung können die Textilteile gewaschen werden. Bei meinem Gerät wird als Waschtemperatur nur 30 Grad angegeben. Auch hier haben die Steine aber 40 Grad ausgehalten.

Vorteile sind:

  • Applikatoren sind meist mit verschiedenen Spitzen zum Aufschrauben ausgestattet. Daher können mit einem Gerät verschiedene Größen und Formen von Glassteinen verarbeitet werden.
  • Eine anschließende Fixierung ist nicht mehr notwendig.
  • Der Anschaffungspreis von Applikatoren* ist nicht sonderlich hoch: ein Applikator kostet zwischen 20 und 40€.
  • Da man herstellerunabhängig mit losem Material arbeitet, sind die Preise für das Verbrauchsmaterial gering. Preise für lose Glassteine zur Hitzefixierung* liegen um die 10 Cent pro 10 Steinen.

Aber auch die Applikatoren haben entscheidende Nachteile:

  • Man benötigt einen Stromanschluß und ist damit nicht so flexibel in der Anwendung.
  • Die Anwendung ist nicht einfach und durch die extrem heiße Spitze nicht ungefährlich. Kinder können die Applikatoren erst ab einem gewissen Alter und unter Aufsicht verwenden.
  • Die Hitze läßt sich nicht so einfach kontrollieren. Es gibt nur an oder aus. Daher muß man bei der Arbeit mit empfindlichen Textilien vorsichtig sein.
  • Größere Motive können sehr zeitaufwendig sein.

Straßsteine anbringen mit einem Hitzeapplikator

Plotter: Glitzern wie die Profis!

Die Nutzung eines Schneideplotters wie dem Silhouette Cameo* für Straßsteinmotive ist wesentlich komplexer. Ein Motiv wird am Computer selber erstellt oder auf fertige Motive zurückgegriffen. Das Motiv - die Flächen sind mit vielen kleinen Kreisen gefüllt - wird aus einer Klebefolie ausgeschnitten. Die Folie wird anschließend auf eine fest Pappe geklebt. In die Kreisvertiefungen kommen die Steine. Mit einer Klebefolie, die von oben aufgedrückt wird, werden die Steine auf das Textil transferiert und zur Fixierung gebügelt.

Die Vorteile dieser Methode sind:

  • Große Projekte lassen sich sehr akkurat und vergleichsweise schnell umsetzen. Ok, das Entgittern der Folie und das Einsetzen der Steine dauert schon, aber die Motive sind ja auch wiederverwendbar.
  • Der Preis für die Steine ist wie schon beim Applikator niedrig. Dazu kommen allerdings noch die Folien.
  • Hinsichtlich der Größen ist man relativ flexibel. Es kommt drauf an, welche Vorgaben in der Software möglich sind. Bei Silhouette Studio können verschiedenen Größen eingesetzt werden (6ss - 2 mm, 10ss 3 mm, 16ss - 4 mm und 20ss - 5 mm). Andere Durchmesser erfordern manuelle Nacharbeit (dazu muß die Größe der Kreise durch Offsets angepasst werden).

Aber auch hier gibt es Nachteile:

  • Der Anschaffungspreis eines Plotters liegt natürlich wesentlich höher, aber damit lassen sich ja auch andere wunderbare Sachen machen, nicht nur Glitzer.
  • Die Bedienung ist wie gesagt nicht einfach. Ein Computer mit Spezialsoftware (Silhouette Studio Designer Edition)* ist nötig. Kinder können nur beim Befüllen der Motive mithelfen.

Fazit

Tja, wenn ihr jetzt eine Entscheidung erwartet, muß ich euch enttäuschen. Die eine Methode, die am besten ist, gibt es meiner Meinung nach nicht. Es kommt halt immer drauf an: Was wollt ihr machen? Mit wem? Wie oft? Welche Motive?

Der Crystal Pen ist wirklich ungeschlagen in der Anwendung, aber mit dem 16fach höheren Verbrauchspreis eignet er sich wirklich nicht für häufigen Einsatz und für große Projekte. Wer selten was verglitzern will, ist aber mit ihm sehr gut beraten. Vor allem, wenn Kinder mitmachen. Wer ohnehin mit einem Plotter liebäugelt und auch die anderen Einsatzgebiete wie Papierschneiden, Textil- und Wandfolien, etc. nutzen will, der wird damit sicherlich zufrieden sein. Aber schnell, schnell geht das nicht. Und für alle anderen, die öfter — aber nicht zu oft, größere — aber nicht zu große Projekte mit Straßsteinen machen wollen, für die gibt es noch den Applikator.

Die erste Wäsche bei 40 Grad haben alle drei Methoden ohne Probleme überstanden. Hier spielt aber sicher auch die Dauer und Intensität der Fixierung eine Rolle, also das Bügeln oder beim Applikator der Andruck.

Und Du kannst den Crystal Pen selber ausprobieren

Als Belohnung für das lange Lesen und für euch zum Ausprobieren verlose ich sechs Crystal Pens von Knorr prandell, je drei für Papier und Textil. Dabei sind jeweils 21 Steine (Farbe: kristall). Der Pen unterscheidet sich nicht, nur das Straßmaterial. Daher könnt ihr ihn mit dem passenden Nachfüllmaterial auch für das jeweils andere Material einsetzen. Die Papiernachfüllstreifen sind übrigens weiß, die für Textil blau. Schreibt mir einfach bis zum 26.11.2014 einen Kommentar hier mit eurem Wunschpen. 

Hier noch schnell das Kleingedruckte:

  • Jeder kann nur einmal mitmachen, doppelte Kommentare werde ich löschen.
  • Kommentare ohne Link oder E-Mail-Adresse nehmen nicht an der Verlosung teil! (Es sei denn ich kenne euch persönlich.)
  • Es können nur natürliche Personen ab dem 18. Lebensjahr mit Wohnsitz/Versandadresse in Deutschland teilnehmen.
  • Es gelten nur Kommentare hier, nicht bei Facebook.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Gewinne werden nicht bar ausgezahlt.
  • Die Gewinner werden per Zufallsgenerator bestimmt und dann per E-Mail benachrichtigt.
  • Sollte sich der Gewinner nicht binnen zwei Wochen melden, werde ich erneut auslosen.

Vielen Dank an die Firmen Knorr prandell und Brunnen, die mir die Crystal Pens zum Testen und Verlosen zur Verfügung gestellt haben.

Liebe Grüße!
Katharina

* Link zum Amazon Partnerprogramm: Wenn Du über diesen Link etwas bei Amazon bestellst (das muß noch nicht einmal das verlinkte Produkt sein), so erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich gibt es keine Mehrkosten dadurch.

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