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DIY-Blogplaner 2014: Wie plane ich meinen Blog?

DIY Blogplanung 2014 Stich und Faden

Woran merke ich, daß ich schon fast ein Jahr blogge? Die Themen wiederholen sich... Immer zum Jahresanfang überfällt mich die Organisationswut. Da versuche ich mich und meinen Alltag bestmöglichst in Form zu bringen. Da probiere ich neue Tools aus  — oh ja, ich bin süchtig nach Apps und Notizbüchern — und bin auf der Suche nach dem optimalen Workflow für Alltag, Familie, Job, Selbständigkeit und Blog. Zugegeben: das Wundermittel hab ich noch nicht enteckt und das ebbt im Jahresverlauf merklich ab, aber so ein paar Dinge bleiben meistens übrig. 

Im letzten Jahr hab ich auch schon nach einem Blogplaner gesucht und hatte dann auch zwei zeitweise im Einsatz. Nach den Monaten weiß ich nun, was für mich gut war und was nicht. Und mit dem Wissen gehe ich jetzt ins zweite Blogjahr und mach natürlich nun alles schöner und besser — versteht sich. Ich sehe heute einen Blogplaner nicht mehr als in Stein gemeißelt an. Bloggen läuft für mich in erster Linie spontan. Es geht mir vielmehr darum, Ideen zu konkretisieren und festzuhalten, damit ich sie akut aus meinem Hirn streichen kann, und darum einen gewissen roten Faden zu finden.

Blogplaner in Aktion - eine Kritzelwüste

Und genau das war mein Problem mit dem Blogplaner. Der erste war ein Wochenplaner, aber da ich nicht so oft pro Woche poste, war das nicht optimal. Der Monatsplaner war nach ein paar Wochen angefüllt mit Pfeilen, Strichen, Kringeln und sonstigen mysteriösen Zeichen. Was ich wann wie posten wollte — keine Ahnung. Ich hab mich selber nicht verstanden. Ok, ich hätte einfach einen Bleistift nehmen und das immer wieder radieren und neu schreiben können, aber hab ich halt nicht. Ich möchte mit meinem Blogplan arbeiten können, im wahrsten Sinne Hand anlegen, schieben, streichen, ändern ohne komplett den Überblick zu verlieren. Ich möchte mit Farben arbeiten, um die verschiedenen Themen meines Blogs nicht aus den Augen zu verlieren und gut zu verteilen. Das alles hat mit dem Monatskalender auf Papier nicht so funktioniert.

Irgendwie stellte ich mir sowas vor, wie die Stundenplantafel in Schulen. Keine Ahnung ob es die heute überhaupt noch gibt; läuft sicherlich alles über Computerprogramme. Ich fand die Stecktafeln früher total faszinierend. Ins Lehrerzimmer kamen wir ziemlich selten, aber wenn dann hab ich da immer gerne drauf geschaut und wäre am liebsten bei der Zusammenstellung dabei gewesen.

Blogplaner 2014 von Stich und Faden: Magnetwand mit Klebezetteln

Also hab ich mir meine eigene Blogstundenplantafel gemacht! Eine kleine Magnetwand war noch im Keller zu finden. Darauf hab ich mir mit Folienstiften ein Raster für einen Monatskalender gemacht. Die Zahlen sind aus Magnetfolie, die man bedrucken kann. Hatte ich in meinem Plotterzubehör noch gefunden. Das Ausschneiden damit klappte aber nicht, da meine Schneidematte inzwischen schon nicht mehr stark genug klebt. Ging aber gut mit einem Cutter.

Und dann fehlten nur noch die Zettel. Das mußte irgendwas sein wie Post-its, die ich einfach von einem Tag abnehmen und an einen anderen Tag hinpappen kann. Ich wollte aber gerne ein paar Infos auf den Zetteln haben, vor allem Kästchen zum Abhaken: Text fertig, Bilder fertig, geplant veröffentlicht und dann noch die Social Media-Aktivitäten dazu, die ich gerne vergesse. Individuell bedruckte Post-It-Blöcke sind allerdings schweineteuer. Daher auch hier: Do it yourself!

Alternative 1: Post-Its kann man bedrucken! 

Die Idee habe ich auf dieser Seite gefunden. Einfach eine Druckvorlage erstellen mit der Umrahmung in Größe der Post-Its und ausdrucken. Post-it an die Stelle draufkleben. Erneut durch den Drucker - fertig! Geniale Idee finde ich und da fallen mir einige Einsatzmöglichkeiten ein, die ich bestimmt mal ausprobieren werde. Für den Blog habe ich mich dann aber doch für Variante 2 entschieden.

Blogplaner 2014 DIY von Stich und Faden: Zettel und Kleberoller

Alternative 2: Plotten und Kleberoller

Ich hab mir eine Vorlage für meine Zettelchen gemacht und die auf verschiedenfarbigem Papier gedruckt und anschließend geplottet. Ausschneiden geht aber natürlich genauso gut. Für das Kleben benutze ich einen Kleberoller, der nicht permanent ist. Fertig ist das DIY-Blog-Post-it! Für die Zettelchen hab ich mir dann auch gleich eine kleine Box geplottet mit Zwischenfächern, eine Maßanfertigung sozusagen.

Wann immer ich eine Idee habe, schnapp ich mir ein Zettelchen und kleb das schon an einen Termin oder unten in die Reservereihe, den Ideenpool. Oder ich übertrage die Ideen gesammelt aus meinen zahlreichen Notizbüchern und -Apps. Da bräuchte ich auch mal dringend den richtigen Workflow, denn meine Ideensammlung ist wirklich chaotisch, aber Chaos ist manchmal auch kreativ.

Editorialkalender für unterwegs

Ich schreibe meinen Blog hauptsächlich von meinem Schreibtisch aus. Insofern hängt der Plan hier genau richtig. Aber manchmal arbeite ich auch woanders. Zum Mitnehmen ist der Plan nun nicht gerade gut geeignet. Natürlich kann man den Plan auch auf einem DIN A4-Papier machen und mit Post-its arbeiten. Dann ist man schon wesentlich mobiler.

Für unterwegs greife ich dann aber doch auf die richtig mobile Variante. Ich hab mir für den Blog einen Google-Kalender angelegt. Der läuft völlig getrennt von meinen sonstigen Kalendern, damit ich keine Synchronisierungsprobleme kriege. Hier lege ich dann für einen Blogpost einen ganztägigen Termin an. Schön ist, daß ich die Farben genauso wählen kann, wie bei meinen Zettelchen. Und ich kann einfach einen Termin verschieben: klicken und ziehen. Für iPad und iPhone habe ich jeweils eine Kalender-App, die ebenfalls extra läuft, also nur Blog, keine sonstigen Termine. 

Blogplaner 2014 von Stich und Faden: mobile Version für iPad und iPhone

Und dann?

Mitte des Monats, wenn die Beiträge für den Restmonat so langsam stehen, klebe ich die Zettelchen auf ein Papier mit Raster (Kalenderwoche und ein paar Spalten), notiere das Datum und hab damit ein Archiv der vergangenen Beiträge zum Abheften wenn ich mag. Und es ist wieder Platz auf der Wand für neue Ideen. 

Ob das jetzt die eierlegende Wollmilchsau der Blogorganisation ist wird sich rausstellen. Das könnt ihr dann wahrscheinlich in einem Jahr hier nachlesen! Die letzten Tage war ich auf jeden Fall schon kräftig am kleben und umkleben. Nichts ist durchgestrichen und unleserlich, wunderbar. Klar wäre es optimal, wenn sich dann gleich immer das Veröffentlichungsdatum auf dem Blog ändern würde, aber vielleicht bastele ich mir das auch mal irgendwann mit Drupal.

Wie macht ihr das? Habt ihr einen Blogplaner? Wie sieht der aus? Oder bloggt ihr komplett ohne Plan? Ich freu mich über eure Berichte!

Liebe Grüße!
Katharina

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Kommentare:

Kommentare

Wow - total genial. Ich hab auch in der Zwischenzeit ein völliges Chaos an Zettelchen und irgendwelchen Einträgen in diversen Heftchen, Blöcken und Co. Die Sache mit dem Karteikasten und den verschieden farbigen Zettelchen finde ich spitze. Ich glaube das werde ich auch ausprobieren :-) Ich brauche für so etwas einfach Stift und Papier. Ich habe es auch schon am iPad versucht über diverse Todo-Listen und Apps. Aber damit komme ich irgendwie nicht klar. Ich muss von Hand malen, streichen, neu schreiben usw. können. Deine Idee ist wirklich toll und die Umsetzung sehr schön :-) Danke fürs Teilen.

LG,
Kerstin

Wow. Großartig, danke für diese feine Inspiration. Ich habs auch ne Weile mit ausgedruckten Monats- und Wochen planern versucht, war auch total begeistert und muss nun doch wieder feststellen, das mich diese Form der Organisation doch auch nicht lange bei der Stange gehalten hat. Ich blogge eher spontan, möchte meinen Leser*innen aber auch gern gute Posts bieten, daher brauch einfach ein wenig Plan. Deine Idee wird die nächste sein, weil sie so schön flexibel ist. Das könnte gut zu mir passen.
Liebe Grüße,
Anie

Spannend, sehr spannend, Katharina! :-)
Du gehst ja wirklich perfekt ausgestattet an die Sache ran. Die Magnettaffel finde ich klasse, mit den flexiblen Zettelchen. Toll!

Ich gestehe, dass ich völlig planlos bin - der Plan existiert lediglich in meinem Kopf, wenn überhaupt?

Meistens überlege ich mir, was ich in der Woche so machen oder schreiben möchte - manchmal ergibt es sich aber auch einfach so.
Leider bin ich so zwar sehr spontan, aber es gehen eben auch gute Ideen verloren, weshalb ich mir schon so etwas wie ein "Blogbuch" zulegen möchte, damit ich den einen oder anderen Plan nicht völlig vergesse.

Ich werde also dranbleiben, am mich selbst organisieren. ;-)

Liebe Grüße
Sabine

Genau, es gehen keine Ideen verloren. Ich mache auch vieles spontan, daher mag ich es ja flexibel. Dann rückt der Rest halt nach hinten oder kommt ganz beiseite, weil ich da irgendwie feststecke. Aber ich fühl mich besser, wenn ich die Ideen abgelegt habe und nicht mehr im Kopf hab, da schwirrt so viel rum... Und es kommen immer mal wieder Zeiten, wo es mit den Blogideen eher zäh läuft. Dann hab ich noch ein paar Zettelchen auf Reserve ;-)
LG
Katharina

Guten Morgen, Katharina,

ich habe deine Idee für mich "geklaut", wie angedroht! :-)

Leicht abgewandelt und deutlich unprofessioneller als bei dir - aber mindestens so praktisch!

Vielen lieben Dank für die Inspiration - ich hoffe, jetzt werde ich etwas organisierter... *g*

Liebe Grüße
Sabine
http://contadinasway.blogspot.de/2014/02/monatsplaner-fur-mich.html

Wahnsinn! Ich wünschte ich hätte für irgendwas einen Plan!
Ich blogge komplett planlos ;-)
Liebe Grüße, Jana

so eine tolle Idee!!!
bei mir wird auch ständig verschoben, weil Kinder krank, selbst krank, Überstunden oder oder oder dazu kommen... 2014 hatte ich mir vorgenommen Prioritäten zu setzen... mit einem Blogplaner, der direkt immer vor der Nase hängt, ist das vermutlich um einiges einfacher einzuhalten... hab hier noch eine Pinnwand rumliegen :)
Danke!

Hallo!
Das ist eine tolle Idee. Ich habe gerade meine Website ins Leben gerufen und sprudel über vor lauter Kreativität. Leider sprudeln auch Zettelchen und Notizbücher aus allen Ecken und das wird schnell planlos. Ich glaube, ich werde diese Idee aufgreifen. Lieben Dank dafür.
Grüße
Sandra

Hallo Katharina!

Vielen Dank für Deine tollen Ideen! Werde ich auch so bei mir ausprobieren. Welche Kalender-App benutzt Du eigentlich für Dein iPhone/iPad (die abgebildete)? Ich bin bis jetzt im Netz nicht fündig geworden und finde die farbige Unterlegung so toll!

Schöne Grüße,
Uli

Die Kalenderapp ist iCalendar. Ich meine aber das geht bei anderen Apps auch. Ich hab das immer als Ganztagstermin angelegt. Dann wird es farbig.
Viele Grüße
Katharina

Hallo Katharine,

mir geht es wir dir, auch ich versuche immer das Planwundermittel zu finden. Ich habe vor kurzem das Prinzip Bullet Journal für mich entdeckt und da sich das Jahr ja wieder dem Ende neigt, brauchst du ja viellecith für 2015 noch eine Inspiration:
http://machich.jimdo.com/2014/09/27/bullet-journaling/
Liebe Grüße
Janian

Ein sehr interessanter Ansatz! Ich bin allerdings überhaupt kein Listenmensch oder wenn nur phasenweise. Und so sehr ich Notizbücher liebe - und ich hab viiiiiiiele - im wichtigen Moment habe ich sie nicht dabei... Momentan nutze ich sehr viel Evernote.
LG
Katharina

Hallo, ich möchte dir ein großes Kompliment für diesen Tipp machen. Ich suche schon lange etwas für Post-its und bin genauso Planer- und Kalender verrückt wie du!
Ich habe gerade erst angefangen zu bloggen und finde deinen Blog toll.

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