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Es war einmal ein Leserbrief oder die Frage was ein Blog kosten darf

Es war einmal, so fangen Märchen an. In diesem Fall könnte das Märchen „Aufruhr im Bloggerland“ heißen. Es war also einmal ein Blogleser, der fand die zunehmenden Werbebeiträge auf Blog A auf die Dauer nicht mehr schön und beschloss der Bloggerin seinen Unmut darüber in einer Mail mitzuteilen. Nicht einmal unverschämt, einfach sein Empfinden zum Ausdruck gebracht. Bloggerin A war geschockt und sprach mit Bloggerin B. Die war anscheinend ebenso entrüstet ob dieser Anmaßung, dass sie daraus einen Blogbeitrag machte mit dem Titel „Was ein Blog so alles kostet“ - das sollte der Leser nämlich mal wissen, befand sie.

Detailliert listet sie also Kosten in Form von Arbeitszeit, Equipment, Fahrtkosten, etc. auf und kam damit auf die Summe von 1.400 Euro. Ein Aufschrei geht nun durch die Bloglandschaft. Die einen schreien „Ja, endlich sagt es einer, was unsere Arbeit wirklich wert ist“, die anderen schimpfen „Milchmädchenrechnung“. So geschieht es gerade mit dem Beitrag von Gourmet Guerilla.

Die Kalkulation an sich ist mir persönlich völlig schnuppe, aber an dem Beitrag und wie darüber in Kommentaren, anderen Blogbeiträgen oder Facebookgruppen diskutiert wird, kann man viel über das fragile Gleichgewicht eines Blogs lernen.

Die Mär vom Anspruchsdenken

Was dem Leser da auf ziemlich direkte Weise mitgeteilt wird, ist die Aussage „Schau her, dass geb ich alles für dich aus, sei gefälligst dankbar“ - so kommt das zumindest bei mir als Blogleser an. Denn so ein Blogleser hat ja angeblich ein Anspruchsdenken: alles muss kostenlos sein, im Internet im allgemeinen und in Blogs im speziellen. Ich halte das für eine Mär. Natürlich ist das Internet voll mit kostenlosen Inhalten, aber inzwischen auch gut gefüllt mit kostenpflichtigen. Gerade im Weiterbildungsbereich läuft das gut, zum Teil mit extremen Preisen. Ich glaube fest, dass in heutiger Zeit sehr viele Menschen bereit sind, für Online-Inhalte zu zahlen — vorausgesetzt sie haben einen Nutzen davon, den oft zitierten Mehrwert. 

Ich selbst nutze gerne Flattr oder einen Spendenbutton, wenn mir der Beitrag hilft. Ich kaufe auch gerne Anleitungen oder Ebooks. Mir persönlich ist es in drei Jahren bloggen nur einmal passiert, dass eine Leserin nicht damit einverstanden war, dass ich nicht kostenlos per Mail ihr Blogproblem für sie löse. Kommt vor, hat man ja auch im Leben 1.0 oft und finde ich nicht dramatisch.  Natürlich gab es mehr Anfragen, aber mit einer kurzen Erklärung warum wieso weshalb war jeder zufrieden. Im Gegenteil: es ergaben sich daraus auch Aufträge. Bei einem größeren Blog mögen das mehr sein, aber sind es wirklich so viel, dass dieses Anspruchsdenken untermauert wird?

Abgesehen davon, dass ich diese Erwartungshaltung nicht erkenne, stelle ich mir die Frage: wenn ich mich als Blogger im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte entscheide, mit meinem Blog kostenlose Inhalte ins Netz zu stellen, warum sollte ich mich dann beschweren, wenn das in Anspruch genommen wird? Ich stell ja auch nicht aussortierte Dinge (ich meine damit keinen Müll) an die Straße mit einem Zettel „zum Mitnehmen“ und beschwer mich hinterher, wenn alles weg ist. Ich kann auch einen Spendentopf hinstellen. Auch das wird funktionieren, denn nicht jeder Mensch ist nur auf seinen Vorteil bedacht. So funktioniert es bei Obst- und Blumenfeldern. Ob einem das genügt muss man selber wissen. Es ist also meine freie Entscheidung, was ich mit meinen Inhalten mache. Ich kann sie auch genauso gut verkaufen.

Nochdazu sind Blogger in der Regel auch Blogleser und konsumieren an anderer Stelle ebenso kostenlos. Mal abgesehen davon, dass das genau das Grundprinzip von Blogs war und ist: wenn man dieses Verhalten bei anderen kritisiert, muss man sich das ehrlicherweise auch selber vorwerfen. Soviel Selbstreflektion muss drinn sein.

Aber seien wir mal ehrlich: als Blogger tut man das nicht nur aus reiner Nächstenliebe. Die kostenlose Weitergabe von Wissen rechnet sich nämlich sehr wohl. Kerstin Hoffmann aka PR-Doktor hat dazu ein sehr lesenswertes Buch geschrieben mit eben diesem Titel: „Das Prinzip kostenlos“. Der Blogger erhält eine Menge als Gegenwert: Kommentare, Likes, Weiterverbreitung der Inhalte in sozialen Netzwerken. Also schlicht und einfach Aufmerksamkeit und wenn er seine Sache gut macht auch einen gewissen Expertenstatus und damit auch Ansehen und Anerkennung. Von all den Dingen profitiert der Blog und so kann die Spirale schön weiter nach oben gehen. So öffentlichkeitswirksam bilanzieren wie die Ausgabe läßt sich der Gegenwert nicht, aber ihn deswegen unter den Tisch fallen zu lassen ist nicht fair.

Auch wenn ich von meinen Lesern nicht direkt Geld als Gegenleistung empfange: als Blogger hat man seinen Lesern eine Menge zu verdanken. Sie verursachen nicht nur Kosten, sie bringen mir auch etwas ein und das nicht zu knapp. Sie sind nicht nur auf den eigenen Vorteil bedachte Konsumenten, sondern eher Groupies, die kräftig unterstützen und einen Blog tragen.

Was ich aber bei vielen Bloggern feststelle, so auch bei diesem Beitrag, ist ein Anspruchsdenken von Seiten der Blogger: mein Blog - meine Party, also halt du Leser mal den Ball schön flach und komm mir nicht mit Kritik. Da kommt man sich als Leser, der einen Blog ja mit zu dem gemacht hat was er ist, dezent formuliert vor den Kopf gestoßen vor.

Ein Blog ist eine Win-Win-Beziehung. Eine Beziehung läuft nicht einseitig, sondern mindestens zweiseitig. Ein Blog ohne Leser hätte nicht die Möglichkeiten, die Mel ja in ihrem Beitrag auch schildert: Dinge zu erleben, die ohne Blog eben nicht möglich wären. Im Gleichgewicht haben beide Seiten nur Vorteile. 

Economy oder Business Class?

Hat man sich erstmal ein Renommee aufgebaut, dann sind die Firmen nicht fern, die in Blogs natürlich einen perfekten Partner finden, um Kunden zu erreichen. Aus der zweiseitigen Beziehung wird eine dreiseitige Beziehung und wie das bei Dreiecksbeziehungen nunmal ist: Beziehungsstatus „Es ist kompliziert“. Hier muss der Blogger sich entscheiden: Economy oder Business Class. Soll heißen: mach ich das ganze als Hobby in trauter Zweisamkeitmit meinen Lesern oder stürze ich mich ins Abenteuer Dreiecksbeziehung und betreibe meinen Blog als Business? Ja, es gibt nur die zwei Wege und es geht auch nicht beides zusammen. Das ist Augenwischerei.

Mit dem Business kommt dann noch was Anderes ins Spiel: das Finanzamt. Und das Finanzamt interessiert es herzlich wenig, was man da genau treibt, sondern nur ob man damit Geld verdient oder nicht und wenn ja wieviel. Das kann ein simpler Affiliatelink sein oder eben das große Blogbusiness. 

Bleiben wir mal beim Hobbybloggen. Hobbys hat so ziemlich jeder. Hobbys kosten Geld. Der Markt für (über)teueres Küchen-, Sport- oder Fotogerät wächst. Viele Menschen sind bereit, enorm viel für ihr Hobby zu investieren, mehr als so mancher Profi es tut. Ganz ohne Kalkulation, einfach weil der eigene Lustgewinn das wieder aufwiegt. Und der Preis für diese Anschaffungen hat auch nicht zwangsläufig etwas damit zu tun wie gut ich in meinem Hobby bin. Ich tu das auch oft und gerne: kaufe teure, handgefärbte Wolle, hab eine sicherlich zu luxuriöse Kamera für mein Können oder Bedarf, etc. Jetzt kommt aber kein Tennisspieler, Hobbyfussballer oder eine Strickwütige wie ich auf die Idee, in aller Öffentlichkeit rumzujammern, was sie denn das Hobby alles kostet. Das Gegenüber würde nur verdattert den Kopf schütteln und sagen „Dann lass es doch bleiben.“ Wenn mir mein Blog zu teuer ist, dann lass ich es sein. Davon geht die Welt nicht unter, weder für mich noch für meine Leser. 

Argumentiert wird dann gerne, dass Blogs ja einen Mehrwert liefern, aber bitte: das tun viele Hobbys auch. Gerade im Ehrenamt ist der Mehrwert enorm. Das kann also nicht das Kriterium sein.

Bloggen kann ein wunderbares Hobby sein, aber wenn ich Geld damit verdiene, ist es ein Business und eben kein „refinanziertes Hobby“ — siehe Augenwischerei. Bloggen kann auch ein wunderbares Business sein. Mit etwas, was Spaß macht seinen Lebensunterhalt oder zumindest einen Teil davon zu bestreiten ist der Traum von vielen. Der Faktor Geld korreliert dabei weder mit dem Spass an der Sache noch mit der Leidenschaft, mit der ich sie ausführe.

Wenn also die Bloggerbusinessclass gewählt wird - und das hat Mel eindeutig - dann muss sie auch eine Kalkulation machen. Das muss jeder Selbstständige, insofern ist das überhaupt nichts Spektakuläres und Empörungswürdiges. Natürlich hat ein Businessblogger auch Ausgaben, die hat nunmal jeder Selbständige. Auch hier: völlig unspektakulär. Aber mein Installateur knallt sie mir bei der nächsten Heizungsreparatur nicht vor den Latz, auch nicht mein Friseur, mein Steuerberater oder der Metzger. Wenn sie es täten, wären sie mich als Kunden ganz schnell los. Warum muß das nun ein Blogger tun? Frust? Hybris? Ich hab keine Ahnung...

Wer A(Ausgabe) sagt muß auch E(innahme) sagen 

Ich war immer eine Niete in Wirtschaft, aber soviel weiß ich aus meinen zwei Semestern an der Uni noch: wenn eine Bilanz aufgestellt wird, dann gehört da auch die Einnahmeseite dazu. Diese wird aber schön verschwiegen, der letzte Monat war ja einnahmefrei und das geht ja auch bitteschön niemanden was an. Wenn aber im betreffenden Blog ein paar Tage zuvor von einem großen mehrtägigen Kochevent einer renommierten Topffirma auf einer ebenso renommierten Messe die Rede ist, dann müssen wir uns um die Februareinnahmen keine Sorgen machen. Ehrlich gesagt interessiert es mich persönlich auch nicht die Bohne. Wenn ich Kosten als Selbständiger habe, muß ich für genügend Einnahmen sorgen. Wenn ich gerne hochwertige Ausstattung verwende, müssen die Einnahmen dementsprechend höher sein. Wie diese generiert werden mag jeder selber entscheiden. Das wird auch Mel tun. Wenn E>A muß ich es versteuern, wenn A>E kann ich es absetzen, muss aber irgendwann damit rechnen, dass das Finanzamt mir sagt „Was sie da treiben ist eine Liebhaberei“. 

Was mir nur sauer aufstößt und ich an dem Artikel nennen wir es ungeschickt finde ist die Tatsache, dass durch das Auflisten der Kosten und dem bewussten Verschweigen der Einnahmen nach außen gerne das uneigennützige Hobbybloggen propagiert wird, obwohl es sich in Wirklichkeit um ein Business handelt. Minuspunkte bei der Authentizität des Bloggers.

Und die Moral von der Geschichte

Egal ob Hobby oder Business: Jammern über zu hohe Kosten ist meiner Meinung nach in beiden Fällen unangebracht. Jeder hat die Wahl: ob er mit seinem Blog Geld verdienen will oder nicht, und wenn ja auf welche Weise. Oder ob er einen Schlussstrich zieht. Einen Anspruch an seine Leser kann man sich durch eine einseitige Kalkulation nicht zurechtkonstruieren. Noch dazu mit einer Kalkulation, die mehr als fragwürdig ist. Die genannten Stundensätze auf Mindestlohnniveau sind bei weitem nicht die, um die es bei Blogger Relations geht. Da hebt so mancher Blogger noch nicht einmal das Handy zum Fotografieren für. Für ihre Bloggerkollegen kann sich Mels Ansetzen des Mindestlohns als Bärendienst herausstellen. Schließlich haben jetzt Firmen schwarz auf weiss da stehen, dass selbst berühmte, reichweitenstarke Blogger für 8,50 pro Stunde arbeiten. Viel Spass beim Verhandeln der nächsten Kooperation… Aber im Zweifelsfall kann man ja dann das Seminar „Professionett verhandeln” bei Frau Buml belegen - ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Blogger dürfen und sollen mit ihren Blogs Geld verdienen, wenn sie das wollen. Wenn sie das in Form von Werbung tun ist das völlig ok - vorausgesetzt dass diese rechtskonform gekennzeichnet wird. Gerade dieser Punkt wird aber von der Mehrheit der Blogger bewusst unter den Tisch gekehrt und damit gegen geltendes Recht verstoßen. Als Leser hab ich das Recht zweifelsfrei und eindeutig vor (!) dem Lesen zu erkennen, ob es sich um Werbung handelt oder nicht. Ich hör es schon: „Aber im Printbereich wird das doch auch nicht immer gemacht.“ „Na und?“, kann ich da nur sagen? Ist das eine Rechtfertigung für Rechtsbruch? Nein. Und meine feste Meinung ist: das bewusste Nichtkennzeichnen schadet der vielbeschworenen Authentizität eines Bloggers mehr als es ein Sponsored Post mehr tut. Und dieser Anspruch leitet sich nicht nur aus der Rechtslage in Deutschland ab, sondern in erster Linie daraus, dass der Leser eben durch seine Unterstützung beigetragen hat, dass der Blogger überhaupt auf diese Weise Geld verdienen kann. Es ist einfach nur fair.

Wenn Blogger das Recht haben, mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen, dann haben Leser im Umkehrschluss auch das Recht, dass nicht immer alles toll zu finden. Gerade dann, wenn Beiträge eben nicht gekennzeichnet sind und dann auch noch in Massen im Feed auftreten. So ist das nun mal in einer Dreiecksbeziehung. Ist nicht immer alles im Flow.

Nun hat mal ein Leser nicht stillschweigend das Blogabo gekündigt, sondern seine Meinung gesagt; genauso wie man das in Magazinen auch mal tut: in Form eines Leserbriefes. Wo einer den Mund aufmacht, werden sicherlich viele stillschweigend das Gleiche denken. Wie sollte man professionell darauf reagieren? Ignorieren, wenn es einem auf den einzelnen Leser nicht ankommt. Besser: mal hinterfragen, ob das Gleichgewicht im Blog noch passt und ob das nicht vielleicht auch ein wohlgemeinter Hinweis ist, mein Tun zu überdenken. Am besten: in Diskussion mit diesem Leser treten, am besten auch mit den anderen. Wie oft erlebt man in den sozialen Netzwerken einen Shitstorm, wenn eine Firma auf eine Kundenbeschwerde nicht adäquat professionell reagiert? In einem kommerziellen Blog ist der Blogger genau in dieser Position. Von daher wundern mich die hohen Wellen überhaupt nicht.

Und dann war da noch…

…das Argument, dass ich schon jetzt förmlich höre: „Die sind ja alle nur neidisch.“ Wer das nach der Lektüre meines Beitrags reflexartig denkt, dem empfehle ich den Artikel von Jutta Heinz, besonders den Satz: „Die berühmte Neiddebatte ist insofern gar keine Debatte. Sie ist ein klassisches Totschlagargument, das eine Diskussion nicht eröffnet, sondern kategorisch schließt, bevor es überhaupt zu einem Austausch von Argumenten kommt; sie ist ein rhetorischer Kampfbegriff übelster Sorte, der einen ganzen Rattenschwanz von Unterstellungen mit sich führt, die desto besser wirken, weil sie gar nicht laut gesagt werden müssen, sondern ihr Werk im Dunklen tun.“ Besser kann man es nicht sagen.

Und damit sage ich einmal aus vollster Überzeugung: Danke an meine Leser! Auch dafür, dass ihr trotz ziemlicher Stille hier so fleißig weiter vorbeischaut. Die Blogstille hat andere Gründe, aber dazu später mehr.

Liebe Grüße!
Katharina

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Kommentare

Hallo Katharina,

ich freu mich total, dass mein Post das erreicht, was er eigentlich sollte: Die Grauzone und Konflikte, in die viele Lifestyle-Blogger sich durch Kooperationen gedrängt fühlen, einfach mal auszusprechen und im größeren Kreis zu diskutieren (auch wenn mich sehr verwundert hat, WIE groß der Kreis zwischenzeitlich wurde ;-) Nachdem ja schon überraschend viel über die nötige Höhe von Internetverträgen und Hostingpaketen für Blogs diskutiert wurde, finde ich prima, dass Du die Sache so umfassend von der eher emotionalen Seite Blogger/Leserbindung angehst. Das trägt sehr dazu bei, alle Facetten von Blogger-Motivationen zu beleuchten und Positionen transparent zu machen. Vielen Dank für diesen Beitrag und liebe Grüße!

Mel.

Hallo Mel,

es freut mich, dass Du meinen Artikel als Beitrag zur Diskussion auffasst, auch wenn wir sicherlich manches gegensätzlich sehen. Von einer offenen Diskussion, in der jeder das Recht hat seinen Standpunkt zu vertreten, haben alle Blogger sicherlich am meisten. Das macht ja auch den Reiz der Bloglandschaft aus, dass eben nicht alle einer Meinung sein müssen. Wäre ja auch langweilig. Und eine andere Meinung bedeutet ja nicht, dass man jemand nicht wertschätzt oder nun die Weisheit wie der Laden läuft gepachtet hat - das liegt mir fern. Ich suche auch ständig mein eigenes Bloggleichgewicht. Es ist meine ganz persönliche Analyse, die mag man teilen oder nicht und - als Nachtrag - sie rührt auch nicht daher, dass ich in irgendeiner Form neidisch oder beleidigt bin. Vielleicht lese ich aus Deinem Artikel auch etwas Anderes heraus, als es Deine Absicht war. Das ist halt Kommunikation: es muß nicht immer so beim Empfänger ankommen wie vom Sender gewünscht.

In diesem Sinne: alles Gute für Dich.
Katharina

Hallo Katharina,

was soll man nach solch einem tollen Beitrag noch sagen?!
SUPER!!!
Du trifft alles genau auf den Punkt. Ich verfolge auch diese "Kosten-Debatte" und habe mir sehr ähnliche Fragen gestellt wie du - Warum erst gratis geben und sich dann über Kosten "beschweren"?

Danke für diesen tollen Blogpost!
und ganz liebe Grüße aus dem Süden :)
Su

Vielen Dank, liebe Su!

Hallo Katharina,

als ich Deinen Hinweis auf diesen Blogpost bei Facebook sah, war mein erster Eindruck: aha, noch ein Trittbrettfahrer, der Mel's Thema wiederkäut und damit für sich selbst nutzt.

Meinen zweiten Eindruck bekam ich nach dem Klick auf den Link zu dieser Seite: meine Fresse, was für ein langer Blogpost! Und dann auch in Microschrift verfasst. Den werde ich höchstens kurz überfliegen, dann bin ich wieder weg.

Ab der Überschrift "Die Mär vom Anspruchsdenken" hörte ich auf zu Scannen, holte mir einen frischen Kaffee, und nahm mir für den Rest die Zeit, die dieser Beitrag verdient.

Mehr als eine Viertel Stunde später (ich hab einige Teile mehrfach gelesen), möchte ich mich bei Dir bedanken, bevor ich mich zum nächsten Blog weiter klicke:

DANKE für diesen hervorragend geschriebenen Beitrag! Deine Sicht auf das Thema deckt sich zu 100% mit meiner Meinung. Und zwar aus Sicht eines Bloggers und aus Sicht eines Lesers.

Was ich gerne noch ergänzen möchte:

Wenn sich ein Leser per Mail von einem Blogger verabschiedet, dann verdient er auch eine Antwort per Mail. Persönliche, individuelle Eins-zu-Eins-Kommunikation. Und je nach Inhalt dieser Antwort könnte sie die Meinung des Absenders vielleicht ändern und den Leser als ebensolchen zurückgewinnen. -- Die Mail eines Ex-Lesers hingegen per Blogpost zu beantworten, bedeutet: dieser Ex-Leser ist dem Blogger völlig egal. Denn der liest den Blogpost schließlich überhaupt nicht mehr.

Was soll dann also der Blogpost von Mel erreichen?

Oh meine Güte, mein Blog ist so teuer: bitte habt Verständnis dafür, dass ich damit jetzt auch Kohle verdienen muss, sonst blogge ich mich in den finanziellen Ruin!

Oder was?

MICH ALS LESER
interessiert es nicht die Bohne, wieviel ein Blog kostet. Ebenso wenig interessiert es mich, wieviel der Blogger mit dem Blog verdient (oder eben nicht). Also lass mich als Leser mit so einem Geschwafel in Ruhe. Ich rechne umgekehrt doch auch nicht aus, wie viel die Stunde wert ist, die ich inzwischen hier mit Lesen und Kommentieren verbringe. Und die nächste Stunde, die ich damit zubringen werde, um diesen tollen Blogpost im Netz weiter zu verbreiten.

MICH ALS BLOGGER
enttäuscht der Artikel von Mel zutiefst. Liebe Leser: wir Blogger denken nicht alle so wie Mel! Und ich gelobe: an dem Tag, an dem ich Euch vorrechne, was mich das Bloggen kostet, höre ich damit auf und mach stattdessen eine Pommesbude auf.

Viele Grüße aus Bremen,
Eddy

Hallo Eddy,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Natürlich ist soviel Zustimmung immer schön, was mich aber viel mehr freut ist Deine Beschreibung, wie Du hängengeblieben bist. Das sind genau diese Momente, die ich beim Bloglesen so liebe. Oft ist die Liste an Blogs ja schon so lang, dass man nur noch scant. Eigentlich schade. Aber dann sind da immer diese Momente, wo man - genau wie Du schreibst, sich 'nen Kaffee (bei mir Tee) holt und einfach liest. Wenn ich das mit einem Beitrag schaffe, dann freut mich das einfach ungemein. Und dafür liebe ich das Bloggen!

Herzliche Grüße in den Norden!
Katharina

P.S.: Und was die Schriftgröße angeht... ich war jung und hatte die Sehkraft ;-) Inzwischen ist auch die erste Brille da. Vielleicht sollte ich mal ein paar Pixel zulegen...

Klasse Post! Spricht mir aus dem Herzen!

Herzlichen Dank!

Der vielleicht beste Beitrag, der zu der Diskussion bisher geschrieben wurde und so ziemlich alles erwähnt, was mir dabei durch den Kopf ging. Nur besser formuliert als ich es bislang in diversen Kommentaren hinbekommen habe.

Vielen Dank, Anne! Bei der Masse an Beiträgen dazu freut mich das Kompliment natürlich sehr.

Nachtrag: Und wieder ein Blog mehr auf der Leseliste - wunderbar!

Super Post, ich wünschte ich könnte so klar geglieder schreiben. Ich kann alles nur unterschreiben. Oft erwische ich mich dabei, wenn wieder mal mein Unmut über die Bloggerszene aufflammt, mir eben diesen Neid vorzuwerfen. Aber du formulierst das was ich fühle sehr schön in Worte. Es geht um etwas ganz Anderes.
Mein Blog ist jetzt schon einige Jährchen alt und hat nicht wirklich viele Leser. Mag an vielen Dingen liegen, aber Hauptsache er macht mir noch Spass und aus diesem Grund lese ich halt auch andere Blogs, die erstmal aussehen als ob sie Spass am Bloggen haben.Es gibt Welche bei denen ja schon von Anfang an klar ist das sie komerziell sind und dann wieder solche die mit den Jahren schleichend kommerziell geworden sind und ich frage mich dann manchmal warum ein ursprünglicher diy Blog nun gesposorte Werbung für irgendwelche Almhütten macht, naja aber besonders ärgerts mich dann, wenn ich den Post gelesen habe, weil mich die Post diese Person normalerweise interessieren und dann am Schluss im Kleingedruckten erfahre...gesposort ;(
Liebe Grüsse Martina

Im Normalfall schreibe ich meine Beiträge auch oft einfach runter und redigiere dann noch etwas. Aber der hier war einfach zu komplex, da mußte ich meine Gedanken selber erst kräftig sortieren.
Das Gefühl, sich den Vorwurf Neid selber anzuziehen, kenne ich gut. Aber ich finde neidisch kann man nur auf etwas sein, was man selber nicht erreichen kann. So seh ich das zumindest. Und da fällt der Blog für mich nicht drunter.
Herzliche Grüße
Katharina

Liebe Katharina,
wow! Dein Beitrag ist spitze!
Deine Worte sind präzise und klar formuliert....trotz dass ich nicht im Thema bin, habe ich bis zum Schluß und ganz in Ruhe gelesen.
Manchmal frage ich mich (als ältere Bloggerin), schon in welch einer *Schein*Welt Manche leben.
Bei jedem Spiel gibt es Spielregeln und da gehört auch dazu, dass man nicht immer der Sieger ist...und wie in diesem Fall....eben auch Kritik vertragen muss....
Bloggen ist für mich, wie ein Tagebilderbuch, nur dass es da Menschen gibt, die mitfühlen...für mich eine absolute Herzensangelegenheit.
....und ein reines Hobby....
Liebe Grüße, Gabi

Liebe Gabi,
vielen Dank für Deinen Kommentar. Jede Art zu bloggen hat ihre Daseinsberechtigung, vom ganz persönlichen Tagebuch bis zum Magazinblog. Das macht ja gerade den Reiz aus und jeder Topf findet seinen Deckel. Was man aus seinen Blog macht ist jedem selber überlassen finde ich. Ein paar Spielregeln gibt es sicherlich.
Herzliche Grüße und viel Spaß beim Bloggen!
Katharina

Hallo Katharina,

ich habe schon einige Blogs gesehen, die sich auf diesen Blogpost beziehen und du bist die erste Person, der ich vollkommen zustimmen muss.

Ich persönlich bevorzuge generell nichtkommerzielle Blogs... oder zumindest Blogs bei denen nicht jeder zweite Eintrag ein versteckter Werbeaufruf ist. Ich sehe lieber die nähende Hausmutti die voller Liebe eine Hose fürs Kind näht als einen durchgestylten Blog bei dem man merkt, dass er zum größten Teil dafür da ist Geld zu verdienen. Was bringen mir schon bezahlte Meinungen?

Ganz ehrlich: Schöne Ideen kann man auch haben ohne massig Geld zu investieren und das sind die Gründe aus denen ich Blogs lese. Ein schöner Schreibstil (wie hier), schöne Bilder (für die man keine megateure Spiegelreflexkamera mit 500 MP braucht), tolle Ideen und ein Haufen Liebe für sein Hobby, das macht es interessant und verleitet mich zum bleiben.

Neid? Ne. Nähen und Bloggen sind meine Hobbys. Die möchte ich ohne Druck ausüben. Eine eine vergegebene Meinung. Das möchte ich mir auch als Hobby nicht nehmen lassen.

Liebe Grüße,
Sandra

Liebe Svanna,
vielen Dank für Deinen Kommentar!
Ich lese persönlich jede Art von Blogs vom persönlichen Tagebuch bis zum eher Magazinblog. Und ich hab wie geschrieben absolut nichts dagegen wenn Blogs Geld verdienen. Und wenn jemand damit Geld verdient, dann bitte auch dem Wert und der Arbeit angemessen bezahlt. Wie man angemessen definiert muß dabei jeder selbst definieren. Aber ich möchte es einfach wissen, wenn es Werbung ist und das nicht im Kleingedruckten. Dann ist es meine Entscheidung und ich lese auch Werbebeiträge. Ich persönlich mache es hier auf meinem Blog nicht, weil ich einfach das Problem der Selbstzensur sehe. Ich kenne keinen korrekt ausgezeichneten Werbebeitrag, der ein Produkt kritisiert. Das gibt mir zu denken.

Ich bin auch jemand, der sich in einigen Bereichen gerne mit teureren Produkten umgibt, in anderen gar nicht. Das kann jeder halten wie er will. Das ist wie geschrieben kein Indiz für Qualität, Spaß und Leidenschaft. Meine Freundin ist Fotografin und die bekommt mit einem iPhone oder ihrer Mittelklassekamera besser Fotos hin als ich mit meiner teureren. Aber auch hier: das muß jeder selber entscheiden und - wenn es geschäftlich ist - kalkulieren.

Liebe Grüße
Katharina

Danke für diesen Beitrag. Ein bisschen sprichst du da meine Gedanken zu diesem Thema an.
Im ersten Moment bin auch ich über die Zahl der Kosten eines Blogs erschrocken. Allerdings treffen diese auf meinen (hobbybetriebenen) Blog keineswegs zu. Die meisten Dinge würde ich auch kaufen oder nähen, wenn ich keinen Blog hätte.
Ich schreibe meinen Blog weil ich mich mit anderen austauschen möchte, weil ich meine Werke zeigen möchte, zeigen will was ich kann und ein kleiner Teil der großen Bloggerwelt sein möchte.
Ehrlich gesagt bin ich nicht auf die Idee gekommen mal auszurechnen was an Zeit und Geld in meinen Blog fließt. Denn er ist ein Hobby. Und wie du sagst, rechnet wohl auch kein Freizeit-Fußballer aus, wie viele Ausgaben er hat. Weil es eben ein Hobby ist.
Jedem Blogger steht frei, sein Hobby zum Beruf zu machen bzw. damit Geld zu verdienen. Vor dieser Frage stand ich noch nicht und könnte nicht sagen, ob ich das für mich wollte.
Als Blogleser steht es mit frei, mir Werbeposts anzusehen oder eben nicht. Manchmal erschließt sich mir der Zusammenhang nicht ganz. Beispielsweise ein Nähblog der dann einen Werbepost über Limonade verfasst. Aber da ich diesen Post nicht lesen muss, ihn einfach überspringen kann, kann ich mich nicht wirklich darüber aufregen. Natürlich lese ich mir Posts über Stoffe, Nähzubehör oder ähnliches durch. Und ich gebe auch ehrlich zu, gerade bei größeren Anschaffungen, lese ich mir gerne praxisnahe Berichte in Blogs durch, da es mir bei einer Entscheidungsfindung hilft.
So ganz verstehe ich den Aufruhr um dieses Thema nicht. Wie du gesagt hast, mein Friseur hält mir nicht die Ausgaben vor, die er hat um mir die Haare zu schneiden. Das selbe erwarte ich von Bloggern, die mit Werbeposts ihr Geld verdienen. Jedem Blogger steht frei das zu tun genauso wie es mir frei steht, diese Post zu lesen.
Ich verstehe nicht ganz warum ich das eine oder das andere immer aburteilen muss. Völlig unnötig sich immer über alle Gedanken machen zu müssen.
Die Bloggerwelt soll Spaß machen und inspirieren. Dazu sind sie meiner Meinung nach da.

Liebste Grüße
Fräulein Mai

Vielen Dank, Frau Mai!
Ja, sicherlich muß man sich nicht um alles Gedanken machen. Aber wenn so viele Menschen aufeinandertreffen dann bleiben Diskussionen nicht aus - und ich persönlich finde diese Auseinandersetzung mit Themen schon spannend. Der Spaß sollte dabei allerdings nicht verloren gehen ;-)
Viele Grüße
Katharina

Danke für den Artikel und Deine Gedanken.
Ein Punkt blieb beim Fussball-Vergleich aber unerwähnt: Niemand pflaumt den Fussballer an, wenn er den Namen eines Sponsoren auf dem Leibchen hat.
Aber sonst hast Du natürlich recht: Es ist die Entscheidung des Bloggers, der Bloggerin, ob sie Werbung auf ihrem Blog haben will und wenn ja, in welcher Form.
Andererseits ist es natürlich auch schade, dass alles, was nur entfernt nach Kommerz oder Profit riecht, von vielen so runtergemacht wird. Mir persönlich ist ein Blog mit klar markierter Werbung lieber als eines mit Schleichwerbung im Content.

Liebe Namensvetterin,
ja, Dein Einwand stimmt, aber zum einen habe ich aus der Darstellung nicht erkannt, dass der Leser rumgepflaumt hat. Aber wie der Originalwortlaut war weiss ich nicht. Für einen Leserbrief gibt es ja eigentlich nur wenige Gründe: Frust ablassen, sich besonders hervorheben oder eben weil einem etwas am Herzen liegt. Die Beweggründe kann man sicherlich aus der Formulierung ablesen. Das steht mir aber nicht zu, es hörte sich für mich aber nach Punkt 3 an.
Und Hobbysportler fallen ja in den Bereich Vereine und das ist für eine ganz andere Diskussion, vor allem hinsichtlich der Steueraspekte.

Viele Grüße
Katharina

Bislang die beste Blogpostantwort, die ich bisher gelesen habe. Hab vielen Dank dafür. Ich gehöre zu denen, bei denen der DIY-Blog erstaunlicherweise inzwischen das Nähhobby komplett finanziert und nach einem ziemlich langen Anlauf auch die 200 Euronen Marke pro Monat übersprungen hat. Natürlich ist das von Beginn an keine Liebehaberei sondern wird Centgenau dem Finanzamt gemeldet. Außerdem gibt’s bei mir jeden Monat einen ausführlichen Transparenzbericht und ein Teil wird gespendet – der Januarbericht kommt aber erst Ende der Woche http://www.amberlight-label.blogspot.de/p/blogeinnahmen.html

Dein Blog war einer der ersten, die ich bei meinem Nähblogeinstieg gelesen habe ;-) So habe ich die Entwicklung mitbekommen. Ich finde Dein Vorgehen sehr extrem und konsequent. Hut ab! Persönlich ist es mir wie gesagt nicht wichtig, die Kalkulation eines Blogs zu kennen. Das erwarte ich auch nicht von anderen Unternehmen. Aber Dein Vorgehen schützt Dich sicherlich vor solchen Diskussionen ;-)
Herzliche Grüße
Katharina

Liebe Katharrina,

du kennst meinen blog? Das ist ja toll und lässt mich genauso strahlen wie heute draußen die Sonne :-)

Ich gebe zu, dass ich mir zu dem Thema nicht alles haargenau durchgelesen habe. Aber ich fand diese Kostenaufstellung etwas seltsam anmutend. Die Rechnung schien mir extrem aufgeblasen. Und stimmt, jetzt wo du es so schreibst: Die Einnahmenseite hat gänzlich gefehlt.

Also ich hab einen ganz kleinen, einfachen Blog. Der kostet mich nichts - nur ein bisschen Zeit, aber das mache ich ganz freiwillig, und es ist eben mein Hobby. Wenn ich joggen gehe oder ins Kino oder Socken stricke, dann kostet das ja auch Zeit. Wenn ich blogge und meine Inhalte online stelle, ist doch klar, dass die Leute das lesen - kostenlos. Und ich bin sehr froh, wenn jemand meinen Blog liest. ;-)

Ich kenne mich ehrlich gesagt nicht aus damit, wie aufwändig so ein Lifestyle-Food-Bastel-Knitting-Deko-Blog ist, der sehr intensiv betrieben wird. Aber diese Diskussion kommt mir irgendwie ein bisschen unsinnig vor, wenn ich das so sagen darf. Wenn ein Blog angeblich eine vierstellige Summe im Monat kostet ohne eine entsprechende Gegenseite, dann wäre das ein extrem teures Hobby, und so selbstlos ist ja wohl niemand, dass er über 1.000 € monatlich in den Wind schießt, nur um undankbaren Bloglesern Infos in den gierigen Rachen zu schmeißen.

Nichtsdestotrotz sollten Blogleser auch nicht so arrogant sein und einen Blog verlassen, weil der Werbung schaltet. Leben und leben lassen.

LG, Bianca

Liebe Bianca,
ich halte Mels Kalkulation keinesfalls für grundlegend verkehrt. Und ich finde es auch richtig und gut, dass sie ihren Lesern zeigt, was da hinter den Kulissen läuft. Vielen ist das nicht klar. Ich persönlich hätte es anders gemacht, denn das eigentliche - wichtige - Thema geht nun durch die Taschenrechnerdiskussionen unter.
Und wie in einem Kommentar oben geschrieben: ich kann nicht beurteilen, ob der Leser aus Arroganz geschrieben hat. Vielleicht lag ihm nur was am Herzen. Man entwickelt ja gerade zu Blogs schon eine Bindung - hab ja von Beziehung geschrieben. Das ist ja auch eine emotionale Angelegenheit. Wenn ich aus dem Beweggrund schreibe, dann finde ich das voll ok. Aber ich kenne den Wortlaut der Mail nicht und kann das nicht beurteilen. So wie im Artikel dargestellt klang es für mich nicht arrogant.

Viele Grüße
Katharina

Ich wollte eigentlich zu diesem ganzen Thema zunächst ganze Romane schreiben, dann doch lieber nichts, und jetzt freue ich mich, dass du mir wortwörtlich mit deinen Argumenten aus der Seele sprichst! Danke dafür!
Ich finde, der ganze Post, und auch die Kommunikation von Mel, ist nach hinten losgegangen und mich hat das Lesen dieses Postes wirklich verärgert. Und um noch einmal auf der Kalkulation herumzukauen: Natürlich ist sie nicht "grundlegend" falsch, wie du schreibst. Denn die Posten, die sie auflistet, muss man berücksichtigen, aber die Summen, die sie kalkuliert eben schon. Und dann aber die 8,50€ Mindestlohn-Rechnung... Das richtet einfach mehr Schaden, als Nutzen an - Und Professionett war das einfach nicht.
Wie so oft bleibt als Fazit: Der Ton macht die Musik, und in diesem Fall, war das Angesprochene schon irgendwie richtig, aber eben "stilistisch" vollkommen falsch vorgetragen.

Liebe Grüße,
Anne

Liebe Katharina,

über Deinen phantastischen Post bin ich sozusagen rückwärts gestoßen: ich kannte das Originalthema gar nicht, war aber so angetan von Deiner guten Argumentation, daß ich mich nachträglich nochmal durch den Ur-Acker der Debatte gepflügt habe.. ;-)

Natürlich denke ich bei meinen inzwischen über 200 Posts auch manchmal: Hmm, das wären schon einige Kolumnen-Taschenbücher... gewesen..

Dennoch kann ich, wenn ich jemandem etwas ungebeten vor die Nase setze, nicht hinterher mit dem Vorwurf meines hohen Invests kommen.
Das erinnert dann doch stark an Mutti, die zetert, daß man Dieses oder Jenes nicht zu würdigen weiß, obwohl man Dieses oder Jenes nie gewünscht hat. ;-)

In dem Sinne: Danke für Deinen tollen Text und einen schönen Abend noch!

Liebe Grüße von Pia aka Frau E.

Mir ging ziemlich vieles durch den Kopf, als ich den Beitrag von Gourmetguerilla gelesen habe.
Alles in Allem, befand ich - für mich persönlich -, dass ich diese Einstellung absolut nicht teilen kann.

Ich finde, dass man Kosten, die ohnehin anfallen, nicht unbedingt in so eine Rechnung stecken kann - Internet und Mobilfunk benötigt man ja nicht nur für den eigenen Blog - dass sie dabei auch noch so enorm teuer sind ist die eigene Schuld.

Bevor man sich hinter diesen enormen Summen "versteckt", sollte man vielleicht nach günstigeren Alternativen suchen.

Auch andere Posten halte ich für unangebracht - denn ich kann einmalige Anschaffungen, mit einem festen Betrag, nicht als monatliche Fixkosten geltend machen - schon gar nicht in diesen Summen, da die Abnutzung wesentlich geringer ist.

Dass auf die Gegenseite, die Einnahmen nicht eingegangen wurde, finde ich ebenfalls sehr schade.

* und dass man einen Teil dieser Kosten von der Steuer absetzen kann, hat sie auch vergessen.

Ich finde Deine Sicht auf die Dinge sehr differenziert und spannend. Ich hatte bei der Diskussion auch sehr gemischte Gefühle - einerseits fast ein schlechtes Gewissen als Nutzerin und Leserin von Blogs andererseits hab ich selbst schon gemerkt, dass ich im Blog fast schon beschönigend über ein Magazin geschrieben habe, das ich über eine Blogverlosung gewonnen hatte und eigentlich gar nicht so toll fand. Interessant fand ich den Beitrag von Abby Glassenberg http://www.abbyglassenberg.com/, die einen total professionellen Blog schreibt, aber das sog. affiliated Marketing für sich völlig ablehnt. Hut hab, hat mir gefallen. Und letztendlich muss ich sagen, auch wenn ich mich über Freebies und Freebooks freue, so bin ich doch selbstverständlich bereit, mir auch Bücher, E-Books etc. zu kaufen oder wie du vorschlägst, etwas über einen Spendenbutton zu geben.
Danke für Deinen ausführlichen Beitrag!
Hoffe, Du kannst bald wieder bloggen. Ich würde mich sehr über weitere Tipps zu embird freuen.
Liebe Grüße aus Hamburg
Gesa

Hallo liebe Katharina,

vielen Dank für diesen tollen Post. Toll geschrieben und natürlich ein interessantes Thema.
Ich bewundere euch Blogger schon lange! Egal, ob ihr mit dem Bloggen Geld verdient oder das Ganze als Hobby betreibt und jedes Mal wenn eine meiner 3-4 Lieblingsbloggerinnen etwas neues veröffentlich, überlege ich mir, wieviel Aufwand das gewesen sein muss.
Ich bin immerwieder aufs neue dankbar für dein unbezahlbares Reißverschluss-Tutorial und finde es klasse, dass es so ausführlich und "kostenlos" ist. Das gleiche gilt, für Schnittmuster und andere Nähanleitungen, die gratis zur Verfügung gestellt werden. Das ist eine super Sache. Ein ungeheurer Aufwand muss es sein, diese Dinger zu erstellen. Deswegen bin ich immer gerne bereit, für eine Anleitung/ein Schnittmuster etc. zu bezahlen.
Eigentlich wollte ich gar nicht so viel dazu schreiben, sondern einfach nur sagen: Ich finde deinen Blog toll und hoffe, dass du so weitermachst :)

Sehr schön geschrieben und sehr informativ. Da spürt man schon, in welche Richtung dein neuer Blog gehen sollte. ;)

Lg aus Matrei Brenner

Ich finde es sehr gut das jemand sich die Mühe gemacht hat und mal alles aufgelistet was so ein Blog an Arbeit macht und auch was er so kostet. Klar nicht alle Zahlen passen auf jeden muss es aber auch nicht. Und den Lesern ist es oft gar nicht klar was sie kostenlos alles so geboten bekommen. Ich hoffe so wird es einigen klar.

Das ist ein toller ausführlicher Bericht zu einer Frage, die ich mir auch schon das ein oder andere Mal gestellt habe. Meine Erfahrung als Nutzerin ist, dass man durchaus für Inhalte und Dinge im Internet zahlt und dazu bereit ist. Sofern man weiß, worauf man sich einlässt und es für sich als lohnenswert ansieht. ;) Gerade,weil es auch so viel Schund gibt, freut man sich doch über jede Seite, auf der man anspruchsvoll und schön aufbereitet findet, was man sucht.

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